Einstiegsratgeber
Thematische Foren Einstiegsratgeber
  • Textgrösse erhöhen oder verringern
  • Drucken

Wie man den EQ im Mastering einsetzt - in der Anwendung

Mastering zu Hause - Teil 5

  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail

Im neusten Kapitel unserer 'Mastering zu Hause' Serie schauen wir uns ein paar häufig auftretende Fälle an.

In der Anwendung

Grundsätzlich ist das menschliche Gehör vor allem bei den oberen und unteren Mitten des Frequenzspektrums am empfindlichsten. Da diese einen grossen Einfluss auf den Gesamtklang haben lohnt es sich also darauf speziell zu achten.

Ein undefinierter Mix ohne viel Definition kann durch ein leichtes Absenken um die 100 Hz bis 300 Hz schon einiges an Präsenz gewinnen. Man muss da jetzt nicht tief einschneiden - ein bis zwei dB reichen bereits aus um die Sache merklich zu verbessern. Schneidet man zu viel aus dem Signal, so verliert man schnell an Druck und der Mix fängt an hohl zu klingen.

Mastering EQ

Ein eher nasal klingender Mix kann durch Absenken von Frequenzen um 250 Hz bis 1kHz korrigiert werden. Auch hier darf man es auf keinen Fall übertreiben, oder man endet mit einem dumpfen Mix.

Kommt der Song übertrieben aggressiv oder scharf daher so sollte man mal versuchen Frequenzen um 1.5 kHz und 3 kHz abzusenken. Auch hier werden zu grosse Absenkungen jedoch mit einem gedämpften Klang bestraft.

Beim Absenken von Mitten muss man besonders darauf achten was mit der Stimme, den Gitarren und der Snare geschieht, da diese Instrumente genau diesen Frequenzbereich belagern. Verschwindet die Stimme zu sehr solltet Ihr versuchen das Signal um 2 kHz und 3 kHz anzuheben. Bei Gitarren und der Snare muss bei um die 500 Hz nachgebessert werden.

Schauen wir uns nun den Bassbereich genauer an. Fehlt Eurem Mix Luft so sollte man zuerst einmal versuchen Bässe mit einem Shelving Filter bei um die 90 dB zu reduzieren - wie schon zuvor mit Moderaten Werten. Verliert Euer Bass dadurch an Definition besteht ein guter Trick darin die Tonart des Songs zu definieren und das Frequenzband des jeweiligen Grundtons etwas anzuheben. Sollte durch die Bearbeitung der Druck der Bass Drum verloren gehen, so könnte ein Peak Filter das Problem beheben.

Die Höhen des Frequenzbandes müssen immer mit besonderer Achtsamkeit behandelt werden, da man sonst schnell einen unausgewogenen Mix erhält. Auch wenn eine Anhebung bei 6 kHz dem Mix etwas Leben verleihen kann, so kann dies doch für den Zuhörer auf die Dauer durchaus ermüdend wirken. Hebt man dagegen Höhen dort an wo es im Mix sowieso nicht ausreichend Signalanteile hat, so kann man sich schnell ungewollte Rauschgeräusche zuziehen. In diesen Fällen ist man mit einem Harmonic Exciter besser bedient.

Denkt immer daran, dass man einzelne Bereiche nie isoliert von einander betrachten darf. Bearbeitet man einen Bereich des Frequenzbands so muss müssen auch die anderen Bereiche angepasst werden - alles ist miteinander verbunden. Schaltet den EQ auch von Zeit zu Zeit auf Bypass um sicher zu stellen, dass Eure Bearbeitung auch wirklich den Mix verbessert.  

Werkzeuge

Schliessen wir dieses Kapitel nun mit einer nützlichen (aber keinesfalls kompletten) Liste mit EQs die sich für diese Bearbeitung eignen:

Mastering EQ

FabFilter Pro-Q

Blue Cat’s Parametr'EQ

ToneBoosters TB Equalizer

iZotope Ozone 5

MeldaProduction MEqualizer

 

 

Sind Sie der erste, der auf diesen Artikel reagiert
  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail