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Der Weg zum richtigen Mix - Teil 54

Mach mal Pause

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Im ersten Artikel dieser Serie hatte ich Euch vorgewarnt, dass der Weg zum richtigen Mix ein langer sein wird. Manchmal ist es aus diesem Grund auch eine gute Idee das bis hierher gesagt mal zu setzen und mit einem frischen Geist von vorne zu beginnen. Nach fast einem Jahr wöchentlichen Updates ist für mich der Zeitpunkt für so eine Pause gekommen.

Nur provisorisch

Wo stehen wir also im Augenblick? Wir haben uns ganz am Anfang eine Strategie zurecht gelegt mit der wir die unterschiedlichen musikalischen Elemente in einem vierdimensionalen Puzzle vereinen können und dabei immer die ursprüngliche Vision des Künstlers im Auge behalten.

Anschliessend haben wir einen Rough Mix erstellt und so ein Fundament für den Mix erschaffen. Die vier Dimensionen hatten so an Form gewonnen: Das respektive Volumen der Instrumente und die Performance der Musiker verlieh dem Mix Tiefe, die natürliche harmonische Reichweite des Instrumentes sorgte für Höhe und die Pan Einstellungen für Breite - all das während das musikalische Arrangement sich über die Zeit hinweg entwickelte.

Dann wurde es Zeit für ein bisschen EQ Arbeit. Hier haben wir uns daran gemacht die richtigen Frequenzen mit einander zu verbinden und durch gezieltes Ausdünnen anderen Instrumenten im Mix Platz zu schaffen. Wir haben uns an dieses Thema gewagt und gleichzeitig das ursprüngliche Ziel nie aus den Augen verloren.

Nach dem Rough Mix tauchten wir in die Tiefen der Dynamikbearbeitung. Mit unterschiedlichen Techniken bearbeiteten wir gezielt einzelne Spuren und versuchten immer darauf zu achten die Gesamtdyanmik des Songs nicht zu beeinflussen. All dieses taten wir mit der eigentlichen Vision des Künstlers im Hinterkopf.

Hier sind wir nun also - gerade in der Mitte eines Loops der nach der Dynamikbearbeitung wahrscheinlich wieder von Euch erfordert bei den EQs Einstellungen vorzunehmen.

Was haben wir also? Nun sollte alles wie geplant gelaufen sein so solltet Ihr Euch jetzt an einem Wendepunkt befinden. Ihr habt jetzt wahrscheinlich 75% der Arbeit fertig - was Dynamik und Frequenzband angeht, sollte der Song an sich ziemlich gut zusammenhängen. Jedes Element “atmet“ mit demselben Geist und im Vergleich mit dem Rough Mix aus der “Gain Staging“ Stufe sollte jetzt ein bedeutend besseres Resultat zu hören sein. Das vierdimensionale Puzzle ist jetzt viel klarer und muss nur noch an wenigen Ecken und Kanten abgerundet werden.

Solltet Ihr Euch aus irgendeinem Grund nicht in der beschriebenen Situation befinden, dann werden die nachfolgenden Sektionen dieser Serie Euch nicht weiterhelfen können. Die Lösung wird sein wiederan den Anfang der “Gain Staging“ Arbeit zu gehen und von vorne zu beginnen.

Sollte sich Euer Mix aber so langsam an Eure Vision annähern - was ich natürlich innig hoffe - dann lade ich Euch ein nächste Woche zurück zu kommen und zusammen mit mir die nächsten Schritte in diesem Prozess anzugehen.

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