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Wie man für sein Album eine dynamische und spannende Abfolge von Songs bestimmt

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Seien wir ehrlich: Album sind nicht mehr was sie einmal waren. Ich spreche jetzt nicht von der Musik (auch wenn es dazu durchaus Argumente gäbe) und nicht über die Produktionsmethoden. Ich beziehe mich darauf, dass das Album an sich nicht mehr dieselbe Bedeutung geniesst - Download und Streaming sei “dank“. Dennoch wird Musik immer noch in Alben veröffentlich und genau aus diesem Grund möchte ich einmal überdenken, was eigentlich eine gute Song Reihenfolge auf einem Album ausmacht.

Vorbereitung

List

Eine Liste von Songs mit Tempo, Tonart und einer eigenen Bewertung gibt Euch eine gute Übersicht um beim Sortieren die richtige Entscheidung zu treffen.

Zuerst einmal solltet Ihr von allen Songs eine Liste mit Tonarten und Tempi erstellen. Setzt eine für Euch stimmige Skala auf…so was wie gut, besser, bester. All diese Variablen helfen Euch eine spannende Reihenfolge zu erstellen und den Zuhörer bei der Stange zu halten.

Etwas das sich über die Jahre nicht geändert hat ist, dass der erste Song der wichtigste ist. Es sei denn man kennt Euch bereits überall so ist der erste Song häufig auch Eure einzige Chance um auf Euch aufmerksam zu machen. Dies ist vor allem wahr für Situationen in denen Ihr einen potentiellen Manager, Booking Agent oder Record Label beeindrucken möchtet.

Die einzige Ausnahme die ich hier wohl durchgehen lassen würde ist, wenn es sich bei Eurem besten Song um eine Ballade handelt. Leute reagieren generell besser auf schnellere Tempi…aber das hängt natürlich auch von Eurer Musik an sich ab.

Fluss

New inside shot

Die Pausen zwischen den Songs können Euch ebenfalls helfen die Dinge interessant zu halten

Ich habe erst vor kurzem ein Album abgemischt und die damalige Reihenfolge begann mit einem schnellen Stück, gefolgt von drei langsameren Songs. Ich empfahl ihm diese nicht alle nacheinander zu schalten und die Energie etwas besser zu konservieren. Er nahm den Ratschlag an und nahm ein paar lebendigere Stücke weiter nach vorne - eine Entscheidung die meiner Meinung nach sein Produkt klar verbesserten.

Grundsätzlich macht man hier ja in etwa dasselbe wie wenn man die Song Reihenfolge bei einem Gig arrangiert. Ihr wollt dass es interessant bleibt und ein guter Spannungsbogen existiert. Langsamere Songs sollen als Kontrast dienen, doch zu viele Balladen können auch schnell ermüdend wirken.

Ein weiterer Aspekt sind die Pausen zwischen den Songs. Ihr könnt die Dinge interessant halten indem Ihr nicht zwischen allen Songs einen 1-2 Sekunden Abstand platziert. Manchmal kann es auch sehr cool sein wenn die Songs in einander fliessen oder die Pausen so kurz wie nur möglich gehalten werden.

Klangfarben

Die Tonart zu wechseln hält den Zuhörer ebenfalls bei der Stange. Versucht nicht zwei Songs mit derselben Tonart nacheinander zu platzieren. Manchmal kommt man da nicht umhin, versucht es aber so abwechslungsreich wie möglich zu halten. Dasselbe gilt auch für Songs in Moll und Dur.

Qualität

Auch wenn wir gerne hätten, dass jeder Song auf unserem Album grossartig ist, so gibt es dennoch stärkere und schwächere Songs. Sogar Alben mit grossen Budgets besitzen Stücke die man als “Füllmaterial“ betrachten kann. Am Anfang sollte wie bereits erwähnt immer der stärkste Song sein - doch was dann? Man könnte jetzt das ganze der Qualität nach filtern, doch gleichzeitig muss man natürlich die anderen Faktoren im Hinterkopf behalten um eine sinnvolle Reihenfolge zu erhalten.

Und alle zusammen

Jetzt geht es an die Entscheidung. Mit der Liste in der Hand und Eurem besten Song auf der ersten Position erstellt eine Liste die so gut wie möglich den Eckpunkten aus diesem Artikel folgt - also eine spannende Kombination aus Tempo, Tonart und Qualität.

Nachdem Ihr auf Papier eine stimmige Reihenfolge zusammengestellt habt solltet Ihr diese anhören. Holt Euch auch die Meinung von Freunden und Bekannten - Ihr könntet es sogar mit ein paar Variationen versuchen. Lasst das Projekt dann für einen Tag oder so ruhen und kommt mit ein bisschen Perspektive darauf zurück.

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