Einstiegsratgeber
Thematische Foren Einstiegsratgeber
  • Textgrösse erhöhen oder verringern
  • Drucken

Der Weg zum optimalen Mix - Teil 8

Gain Stufen

  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail

In diesem Teil machen wir uns an den ersten praktischen Teil Eures Mixes. Danach geht es dann endlich an die bereits mehrfach erwähnte 'Vision' und die damit verbundenen Mixing Strategien.

Gain Stufen

Ich möchte an dieser Stelle nicht noch einmal erklären weshalb ein korrektes Einstellen der Gain Stufen wichtig ist. Dieses Thema haben wir bereits mehrfach auf Audiofanzine diskutiert - so zum Beispiel im Artikel über Headroom (http://de.audiofanzine.com/einstiegsratgeber/artikel/leitartikel/wieso-headroom-wichtig-ist.html). 

Bei einem Mix müsst Ihr den Pegel jeder einzelnen Spur gezielt einstellen. Hier kommen entweder die 'Trim' Funktion Eures Sequenzers oder Plug-Ins wie Blue Cat's Gain Suite oder FreeG von Sonalksis zum Einsatz. Für die folgende Prozedur benötigt Ihr zudem eine virtuellen VU Anzeige wie zum Beispiel die exzellente Klanghelm VUMT.

 Damit ist die Arbeit sehr einfach und kann sogar ohne angestellte Lautsprecher durchgeführt werden. Zuerst müsst Ihr prüfen ob alle Spuren auf Unity Gain sind - also alle Fader of 0. Überprüft auch die Pan Regler und aktiviert die 'Peak Hold' Funktion Eurer DAW die jeweils den höchsten Peak jeder Spur anzeigt. 

 Konzentriert Euch jetzt auf die Spuren mit einem hohen Peak Faktor - dazu gehören normalerweise perkussive Elemente wie Schlagzeug, Perkussion, aber auch Slap Bass. Nehmt diese Spuren und stellt den 'Trim' (oder das Gain Plug-In) so ein, dass der höchste Peak -12dB nicht übersteigt. Erreicht eine Spur also -4.7dB so muss man es um 7.3 dB absenken

 Einmal getan widmet Euch den anderen Spuren. Diesmal verwenden wir den virtuellen VU-Meter den Ihr in der Master Spur aktiviert habt (sein 0 VU Mark ist auf -18 dB kalibriert). Schaltet jetzt eine Spur auf Solo und stellt den Trim so ein dass die Nadel der Master Spur niemals über 0 VU hinausgeht. Führt dies anschliessend für die verbleibenden Spuren aus. 

Dies kann anfangs als langwierige und umständliche Arbeit erscheinen - genau deshalb sollte man auch sein Ohren nicht umsonst stressen. Habt Ihr Euch aber einmal in diesen Prozess reingearbeitet so sollte er nicht länger als 15 - 20 Minuten pro Song dauern und das Resultat lohnt sich am Ende auf jeden Fall. Hört Ihr Euch Euren Song jetzt an so sollte er einen Maximalpegel irgendwo bei -6dB besitzen, was Euch ausreichend Platz für Eure Arbeit gibt.  

Nun ist die Zeit gekommen die Vision Eures Mixes die Ihr in Teil 6 niedergeschrieben habt in die Tat umzusetzen. Ist Euer Plan jetzt immer noch realistisch? Welche Strategie solltet Ihr anwenden um Euer Ziel zu erreichen? Genau darüber werden wir im nächsten Artikel sprechen. 

Sind Sie der erste, der auf diesen Artikel reagiert
  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail