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Der Weg zum richtigen Mix - Teil 52

Expander, De-esser, Limiter und Dynamic EQs

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In diesem vorletzten Artikel zum Thema Dynamik gehe ich auf weitere Möglichkeiten der Dynamikbearbeitung während eines Mixdowns ein.

Nicht so dynamisch

Fangen wir mit Expandern an. Das Prinzip hinter diesem Prozessor ist das Gegenteil eines Kompressors. Somit soll also ein Expander einem eher leblosen Signal wieder etwas Dynamik verleihen. In der Praxis sind Expander aber eher als Alternative zu Noise Gates zu betrachten. Noise Gates verfügen zudem häufig Expander Funktionalitäten - und genau aus diesem Grund denke ich auch nicht, dass ich hier noch tiefer auf dieses Thema eingehen sollte: Immer wenn eine Situation nach einem Gate verlangt, das Resultat aber ein wenig zu Aggressiv ist, versucht es einmal mit einem Expander. Im Gegensatz zu einem Noise Gate findet Ihr hier noch einen Ratio Regler mit dem Ihr die Intensität der Bearbeitung einstellen könnt.

De-Esser werde ich hier auch nicht vertieft anschauen. Zum einen sind sie wirklich einfach in der Anwendung und haben so gesehen auch nur sehr wenige Verwendungszwecke. Neben der Reduktion von scharfen Stimmengeräuschen kann ein De-Esser aber auch verwendet werden um einen Hi-Hat oder andere Becken weniger Agressiv klingen zu lassen.

Kommen wir nun zu den Limitern. Was mich betrifft so rate ich davon ab während eines Mixdwons einen Limiter zu verwenden. Wieso fragt Ihr? Nun zum einen reduziert ein im Master Bus eingehängter Limiter die Möglichkeiten des Mastering Engineers und gleichzeitig verändert Ihr den Gesamtklang Eures Mixes ohne dass Ihr es vielleicht realisiert. Jeder fällt mal auf den “Lauter ist besser“ Effekt rein und Euer Headroom wird dadurch massiv eingeschränkt. Ein Limiter hat also während des Mixdowns nichts zu suchen.

Noch zum Thema Dynamic EQs. Dafür gibt es mehrere Gründe weshalb ich darauf nicht im Detail eingehe. Zum einen handelt es sich dabei häufig eher um einen EQ also um ein Gerät zur Dynamikbearbeitung. Zum anderen arbeiten diese Prozessoren nicht unbedingt gradelinig und man kann sich damit schnell mehr schaden als nutzen. Aus diesem Grund empfiehlt sich dieses Thema nicht für eine Serie sich ja vor allem an Anfänger richtet. Zuletzt verwende ich selber nicht Dynamic EQs da ich jedesmal wenn ich einen aufstarte realisiere, dass das Problem eigentlich ganz woanders liegt.

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