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Wie man mit der E-Gitarre einen guten Clean Sound erzeugt

Die Grundlagen für einen guten Clean Sound

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Wir haben bereits angeschaut wie man die verschiedenen Regler auf der Gitarre richtig einstellt. Bevor aus dem Lautsprecher ein schöner klarer Klang zu hören ist, müssen wir aber immer noch das Signal im Verstärker richtig einstellen.

Fangen wir mit den Grundlagen an und verzichten in einem ersten Schritt auf jegliche Effekte. Wer die erste Episode in dieser Reihe noch nicht gelesen hat, sollte dies hier nachholen.

Der Gain

Son clair ampli guitare

Mit ein bisschen Glück verfügt Eurer Verstärker über separate Regler für die 'Gain' und die 'Master' Stufe. Sollte dies nicht der Fall sein, so wird es Euch nicht möglich sein hier Euren Klang stark zu beeinflussen. Um das besser zu verstehen solltet Ihr wissen, dass es sich bei 'Gain' um den Pegel des Eingangssignals und beim 'Master' um das Ausgangsvolumen des Verstärkers handelt. Die Idee dahinter ist es mit dem Gain Regler dem Signal ausreichend Charakter, aber keine Verzerrung zu verleihen. Der Master Regler hingegen bestimmt das Ausgangsvolumen des Verstärkers.

Die Frequenzen

Hier fangen wir so langsam damit an die Probleme unserer Gitarre auszugleichen. Stellt erst einmal alle Regler auf 12 Uhr. Auch wenn es teilweise anders angeschrieben ist - die eigentliche 'Null' ist immer genau in der Mitte.

Son clair ampli guitare

- Mid: Fangen wir mit den wichtigsten Frequenzen an: den Mitten. Hier findet sich eine Menge an Charakter und Klangfarbe. Angehoben verleihen sie dem Signal Präsenz, abgesenkt wird der Klang etwas dünner, bietet den anderen Instrumenten aber auch mehr Platz.

Bei gewissen Verstärkern sind diese Frequenzen in tiefe und hohe Mitten unterteilt. Sollte diese der Fall sein, so könnt Ihr mit den tiefen Mitten den eigentlichen Grundcharakter des Sounds bearbeiten und mit den hohen Mitten den Attack.

- Bass: Die Bass Frequenzen verleihen dem Klang einen runden Charakter. Spielt Ihr jedoch mit einem Bassisten (oder noch schlimmer mit einem Pianisten) wartet hier nicht auf irgendwelche Wunder, denn sie werden um jeden Zentimeter mit Euch kämpfen. Schneidet nicht zu viel Bässe ab, sonst tönt Ihr am Ende noch wie Ukulele.

- Treble: Ohne Frage die empfindlichste Frequenz. Angehoben treten die perkussiven Anteil mehr nach vorne - was gut oder schlecht sein kann. Nimmt man zu viel davon aus dem Signal so kann es sein, dass man am Ende sein Instrument überhaupt nicht mehr erkennt. Seid hier also vorsichtig und hört Euch die Gitarre immer im Zusammenspiel mit den anderen an.

Wer diese Schritte befolgt hat und am Ende alle Regler in die gleiche Richtung zeigen, der hat irgendwo etwas falsch gemacht. In diesem Fall solltet Ihr nochmals alles auf Null stellen und von vorne beginnen!

Son clair ampli guitare
Gain zu tief
Son clair ampli guitare
Gain zu hoch

Feinabstimmung

Manchmal stehen Euch noch andere Einstellungsmöglichkeiten zur Auswahl - hier ein paar der häufigsten:

  • Contour: Ersetzt manchmal die Mittenbänder und verändert die Klangfärbung
  • Presence: Betrifft normalerweise die hohen Mitten und wie schon im Namen beschrieben verleiht dem Instrument zu mehr 'Präsenz'
  • Bright: Bearbeitet wie der Name schon suggeriert die Brillianz des Signals. Im Gegensatz zu den anderen Reglern sollte dieser grundsätzlich auf '0' eingestellt sein. Eine Alternative zum Hinzufügen von Höhen

Abschliessend solltet Ihr Euch noch bewusst sein, dass Einstellungen, die man für sich alleine in mühsamer Kleinstarbeit genau abgeglichen hat, am Ende immer noch radikal angepasst werden müssen, wenn weitere Musiker in den Mix geworfen werden. Auch jede neue Lokalität hat wieder andere Ansprüche auf den Klang Eures Verstärkers…Ihr seht schon das Thema wird Euch noch eine Weile begleiten...

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