Einstiegsratgeber
Thematische Foren Einstiegsratgeber
  • Textgrösse erhöhen oder verringern
  • Drucken

Wie man DJ Sessions aufnimmt - Teil 4

Die fertige Aufnahme polieren und exportieren

  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail

In den drei vorherigen Teilen haben wir besprochen wie man die DJ Hardware einrichtet, den Computer für die Aufnahmen startklar macht und was man für eine gelungene Session alles im Kopf behalten sollte. Jetzt wo Ihr eine 'Rohaufnahme' besitzt, sollten wir uns daran machen die Operation zu einem Ende zu bringen…

Wir werden uns in diesem letzten Teil ansehen wie man die aufgenommenen Tracks bearbeitet und anschliessend exportiert.

Was man bearbeiten muss

Natürlich habt Ihr die Aufnahmen noch vor dem ersten Song gestartet und sie nach Ende des letzten Songs gestoppt. Aus diesem Grund habt Ihr nun wahrscheinlich nutzlose Passagen ohne Signal vor und nach der Session, welche Ihr mit einem Audio Editor ganz einfach entfernen könnt. Beachtet jedoch auf beiden Seiten jeweils etwa 1 bis 3 Sekunden Platz zu lassen.

Was man bearbeiten kann

Solltet Ihr den Anregungen der vorherigen Artikel gefolgt sein, so besitzt Ihr jetzt eine tadellose Aufnahme ohne gross störendes Hintergrundrauschen und einem konstanten Volumen ohne Pegelspitzen.  

Trotz all dem könntet es sein, dass ein Regler leicht falsch eingestellt war und Ihr dies erst während des Sets bemerkt habt. In diesem Fall könnte es durchaus sinnvoll sein diese Fehler im Nachhinein zu korrigieren. Natürlich ist es immer besser schon bei der Aufnahme alles richtig zu machen - es ist zum Beispiel eher schwierig ein zu hohes Grundrauschen in Nachhinein zu korrigieren.

Bevor Ihr jedoch an Eurer Aufnahme Änderungen vornehmt, solltet Ihr die Originaldatei kopieren. Auf diese Weise könnt Ihr immer wieder auf das Original zurückgreifen.

Solltet Ihr während Eurer Aufnahme unschöne Pegelspitzen bemerkt haben, so könnt Ihr diese nun manuell beheben. Zoom bei den jeweiligen Stellen die Wellenform ein und pegelt die Werte entsprechend nach. Gewisse Anwendungen erlauben es sogar die Volumenkurve zu automatisieren.

Ist die gesamte Aufnahme zu leise ausgefallen, so könnt Ihr dies durch 'Normalisieren' auf -2db oder -3dB beheben. Ihr solltet auf den Einsatz eines Kompressors verzichten, da dieser die Dynamik des Sounds fundamental verändert.

Falls Ihr Euer Intro oder Euer Outro verändern möchtet, so bietet sich vielleicht ein Fade-In (0.5 - 5 Sekunden) am Anfang des Sets und ein Fade-Out (2 - 10 Sekunden) am Ende des Sets an.  

Vergleicht auf jeden Fall immer beide Versionen (Original und bearbeitete Version) miteinander und wählt dann die beste.

Die Session ins finale Format exportieren

Bevor Ihr Euer Baby exportiert könnt Ihr noch Eure Metadaten editieren (auch ''ID3 Tags'' genannt). Damit könnt Ihr den Namen Eures Sets, das Aunfahmedatum und sogar dessen Stilrichtung angeben.

Exportiert Eure Session in einem unkomprimierten Dateiformat (z.B. .wav), damit Ihr immer einen hochwertigen Backup besitzt. Ihr könnt anschliessend einen weiteren Export vornehmen um z.B. eine Datei im 320 kbit/s MP3 Format zu erhalten. Der zweite Export ist wesentlich kleiner und kann somit einfacher mit der grossen weiten Welt geteilt werden.

Falls die Dateigrösse kein Problem ist solltet Ihr immer in Stereo exportieren. Ein Export in Mono reduziert die Dateigrösse um die Hälfte. Bennent die Exportdatei mit dem Namen des Sets und Eurem DJ Namen. Ich empfehle Euch keine Leerschläge zwischen den Buchstaben einzufügen, da dies beim Runterladen vom Internet zu Problemen führen könnte. Verwendet stattdessen "-" oder "_") um die Worte auseinander zu halten.

Sind Sie der erste, der auf diesen Artikel reagiert
  • Like
  • Tweet
  • +1
  • Pin it
  • Mail