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Der Weg zum richtigen Mix - Teil 53

Der richtige Einsatz von Presets

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Heute schliessen wir das Kapitel Dynamikbearbeitung endgültig und schauen uns zuletzt noch an, wie man das Beste aus Presets holt.

Wie ich schon mehrfach erwähnt habe liegt das Problem mit Presets darin, dass man zum Zeitpunkt der Erstellung nichts über Euer Signal wusste. Im Gegensatz zu EQs ist das aber bei Dynamikprozessoren nicht unbedingt schlecht und kann mit Vorsicht genussen durchaus zu guten Resultaten führen.

Preset und anpassen

Im Gegensatz zur EQ Bearbeitung kann man durchaus bei bestimmten Instrumenten von gewissen Voreinstellungen ausgehen. Bei einer korrekt aufgenommenen und gespielten Gitarre sind die Variationen was Mikrodynamik angeht häufig minim. Ein Funk Rhythmus oder Powerchord von einem Gitarristen klingt beim nächsten auch nicht komplett anders. Somit werden dort die voreingestellten Werte für Attack und Decay in etwa dieselben sein und ein Preset mit dem Namen "Power Guitar in your Face" wird wahrscheinlich genau das tun was man davon erwartet. Was für Gitarre funktionert passt natürlich auch für andere Instrumente, solange da Preset explizit dafür entwickelt wurde. Ich meine keinesfalls, dass hier die Einstellungen bereits perfekt sind, doch man erhält einen guten Ausgangspunkt von dem aus man sein Signal entsprechend feinjustieren kann.

Was muss ich also genau beachten?

Nun da gibt es einiges, doch am wichtigsten ist wohl der Threshold Wert. Diesen sollte man nach dem Laden erst einmal auf 0 dB stellen, da für das Preset ja im Vorfeld nicht ersichtlich war mit welchem Pegel man in das Plug-In fährt.

Als weiteres muss man beim Einsatz eines Sidechain auch noch die Filtereinstellungen desselben genau anschauen, da sonst der angesteuerte Prozessor nicht richtig arbeitet.

Ich habe diesen Artikel für Kompressoren geschrieben, doch alles kann auch auf Noise Gates angewendet werden. Und auch wenn das Preset an sich bereits sehr gut klingen sollte so möchte ich Euch doch empfehlen hier nicht einfach so schnell zufrieden zu sein, sondern auch mal mit eigenen Einstellungen zu experimentieren. Am Ende lernt Ihr nur so wie man mit Kompressoren am besten arbeitet und das ist schliesslich das Ziel das Ihr am Ende verfolgt.

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