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Wie man DJ Sessions aufnimmt - Teil 2

Den Computer für die Aufnahme von DJ Mixes vorbereiten

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Im ersten Teil dieses Artikels haben wir besprochen wie man Plattenspieler, Platten und Mixer für ein optimales Audiosignal vorbereitet…

Ist die Hardware durchgecheckt und startklar (lest dazu den ersten Artikel hier) können wir anfangen uns auf die Software und die nötigen Einstellungen zu konzentrieren.

Das Interface und die Aufnahmesoftware konfigurieren

 

Es gibt Anwendungen wie Freecorder, welche alle Sounds aufnehmen, die durch den Computer geschickt werden. Ich rate von solchen Lösungen ab, da Ihr zum einen auf diese Weise Gefahr lauft ungewollte Nebengeräusche Eures Computers mit aufzuzeichnen und wahrscheinlich auch keine unkomprimierten Formate wie z.B. .wav exportieren könnt. Es empfiehlt sich in jedem Fall die Installation einer hochwertigen Software wie Audacity (Mac und Windows), Adobe Audition (Windows und Mac), Sony SoundForge (Mac und Windows), oder sogar Magix Audio Cleanic (Windows). Diese Anwendungen eignen sich perfekt für das Aufzeichnen Eurer DJ Sessions. Man erhält auf diese Weise eine hochwertige Aufnahme und es wird einem zusätzlich die Möglichkeit geboten, kleine Anpassungen direkt vorzunehmen (auf dieses Thema wird in einem zukünftigen Artikel noch genauer eingegangen).

Zuerst müsst Ihr aber Euer Audiointerface, bzw. Eure Soundkarte so konfigurieren, dass sie das Audiosignal aus dem Mixer unverändert passieren lässt. Gewisse Soundkarten schicken das Signal von Grund auf durch einen EQ und andere Algorithmen - schaltet diese alle ab und haltet das Signal so neutral wie möglich (Euer Signal ist ja schon 'korrekt').

Ist die Software installiert müsst Ihr den Eingangspegel auf -6dB stellen - dies sollte ausreichend Raum nach oben geben und allfälligen Verzerrungen vorbeugen. Der beste Eingangspegel ergibt sich nicht immer auf die Schnelle und manchmal muss man ein wenig experimentieren um zu einem optimalen Ergebnis zu gelangen.

Überprüft Eure Aufnahmen

Sind alle Einstellungen abgeschlossen solltet Ihr mit einer Probeaufnahme sicherstellen, dass das Signal an keiner Stelle verzerrt (seht Euch dazu den Mixer und die Wellenform in der Software an).

 

 

Stosst Ihr auf Probleme (ist z.B. der Sound zu leise oder zu laut oder hat es zu viel Grundrauschen), solltet Ihr den gesamten Signalpfade der Reihe nach durchgehen: Plattenspieler -> Kanal auf dem Mixer (Fader ganz oben, Bässe/Mitten/Höhen z.B: auf '2 Uhr' gestellt, Gain so weit aufgedreht damit 0dB erreicht wird) -> Master Output des Mixers (Volumen auf 0dB gestellt) -> Eingange des Audio Interfaces -> Eingang der Aufnahmesoftware.

Hört Euch die Aufnahme auf denselben Lautsprechern an auf denen Ihr auch Euren Mix gemacht habt, oder greift zu einem Paar Kopfhörern die Ihr sehr gut kennt. Auf diese Weise erkennt Ihr schnell ob die Aufnahme verzerrt oder rauscht, oder das Volumen nicht dem Original entspricht. Regelt falls nötig den Eingangspegel etwas nach und exportiert die Aufnahme schliesslich in ein unkomprimiertes Dateiformat (z.B. .wav).

Im nächsten Teil werden wir uns die Pegeleinstellungen etwas genauer anschauen...

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