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Wie man DJ Sessions aufnimmt - Teil 3

Auf was während der Aufnahme zu achten ist

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In den ersten zwei Teilen dieses Artikels haben wir besprochen wie man den Mixer einrichtet und den Computer für die Aufnahme vorbereitet. Jetzt wo die Hardware startklar ist, können wir uns ein paar Tipps für eine optimale Aufnahme vornhemen.

Was vor der Session beachtet werden sollte

Um Euch so schnell wie möglich an den Start zu bringen, solltet Ihr Euer Set gut vorbereiten:

  • Folgt einer vorgegebenen Song Liste
  • Druckt diese Liste aus um sie während des Auftritts schnell und gut leserlich zur Hand zu haben
  • Sortiert Eure Schallplatten in einer Schachtel, oder erstellt einen Ordner auf dem Computer in dem nur die relevanten Songs zu finden sind - dies spart Euch eine Menge Zeit
  • Notiert Euch im Vorfeld Eure Cue-Punkte

Diese Herangehensweise wird nicht jedem gefallen. Gewisse DJs ziehen es vor zu improvisieren - es liegt alles bei Euch!

Wenn Ihr mit CDs oder einer Software (Traktor, Serato, Virtual DJ…) mixt, so könnt Ihr Eure Songs normalisieren und allen dasselbe Volumen geben. Damit könnt Ihr verhindern, dass Ihr den Gain Regler während des Auftritts anpassen müsst.

 Ihr könnt dies mit einer Audio-Editing Software (wie z.B. Audacity) machen, doch ich empfehle Euch dafür MP3Gain (kostenlos) und Platinum Notes (kostenpflichtig) - beide sind für diese Aufgabe besser geeignet.

Was man während der Session beachten sollte

Geht bei der VU-Anzeige des Mixers oder der einzelnen Spuren niemals über die 0dB Marke. Lasst Euch immer ein bisschen Headroom (zwei dBs), denn solltet Ihr jemals darüber gehen riskiert Ihr das Signal zur verzerren. Hört Euch den nächsten Song immer zuerst mit Kopfhörern an und passt die Gain Einstellungen (bei gewissen Mixern auch 'Trim' genannt) vorsichtig an. Auf diese Weise sorgt Ihr unschönen Überraschungen im Mix vor. Denkt auch daran, dass der Gain von den EQs abhängt und auch Anpassungen dort zu Verzerrungen führen können.

Haltet die drei Frequenzbänder (Low/Mid/High) in einem ausgewogenen Verhältnis. Sind zum Beispiel alle drei Regler auf 12 Uhr gestellt, so entspricht dies im Wesentlichen einem unbearbeiteten Signal. Verhindert auf jeden Fall Einstellungen bei denen Regler weiter als 3/4 (bzw. 3 Uhr) aufgedreht werden.

Entscheidet Euch für Einstellungen (z.B. 12 Uhr) mit denen Ihr Eure Aufnahmen standardisieren könnt und wendet diese systematisch auf Eure Mixes an. Wird ein Song während des Mixes abgespielt, so sollten sich die Regler dieses Decks in dieser Position befinden.

Reisst den Volumenfader immer ganz auf wenn nur der Song für sich gespielt wird: Dies ist die normale Einstellung und bedeutet dass 100% des Signal (ohne zusätzlichen Gain) auf den Master Ausgang geroutet werden.

Achtet insbesondere auf die tiefen Frequenzen. Die Bässe sind die Frequenzen, die am schwierigsten zu kontrollieren sind und am ehesten zu Verzerrungen führen. Es ist besser ein wenig Bässe zu verlieren und unter 0dB zu bleiben als bei zu viel tiefen Frequenzen eine unschöne Verzerrung zu erzeugen (das kann nicht nur für das Publikum schädlich sein, sondern auch für das PA!)

Falls Ihr Effekte (Reverb, Echo, Flanger, etc.), Filter oder sogar das Panorama verwendet, so solltet Ihr darauf achten sie immer wieder auf '0' zu stellen, damit Ihr, wenn sie nicht benutzt werden, einen möglichst neutralen Sound habt.

Die ersten zwei Teile findet Ihr hier und hier.

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