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Grundlagen für einen fetten Bass Sound

Wie man einen fetten Bass Sound erzeugt (Teil 2)

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Im ersten Teil haben wir besprochen wie man das beste aus einem E-Bass herausholt und ihn so fett und druckvoll wie möglich hinkriegt. In diesem zweiten Teil werden wir zusätzliche Optionen anschauen um den Bass noch fetter zu gestalten.

Synthesizer überall!

Ihr habt noch zu wenig tiefe Bässe in Eurem Signal? Versucht es doch einmal mit einem Bass Synthesizer - sogar schon sehr einfache Synthesizer können denn Signal auffüllen und Eurem Bass anständig Druck geben. Dies macht Ihr indem Ihr zum Beispiel denn Bass nochmals genau nachspielt. Ihr könnt aber auch eine Audio-to-MIDI Funktion verwenden wie man sie in zum Beispiel in Meldoyne findet (normalerweise muss dabei einfach die analysierten Noten noch etwas nachbearbeiten). 

Abhängig vom Synthesizer erhält man hier unterschiedliche Klangfärbungen. Das Ziel ist es den Basssynthesizer in den Hintergrund zu mischen damit er nicht zu sehr in den Vordergrund rutscht und gleichzeitig immer noch den E-Bass unterstützt. Im folgenden Beispiel hört Ihr den Bass für sich alleine und anschliessend mit dem Basssynthesizer im Hintergrund. 

Basse seule
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  • Basse seule 00:11
  • doublesynth 00:10

Ihr könnt auch versuchen den Basssynthesizer um eine Oktave nach unten zu transponieren, auch wenn man ihn dann besser als solchen wahrnehmen kann.

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Einen ähnlichen Effekt erhält man indem man das Basssignal in einen Oktaver Effekt speist. Achtet darauf es hier nicht zu übertreiben und verwendet einen EQ um ungewollte Frequenzen zu entfernen. Hört Euch den Oktaver Effekt in den folgenden Beispielen an. Zuerst das DI Signal, dann dieselbe Spur mit einem Oktaver im Hintergrund und schliesslich der Oktaver weiter nach vorne gebracht:

octaver off
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  • octaver off 00:16
  • octaver small 00:16
  • octaver alot 00:16

Bässe hinzufügen ist ganz nett, doch was wenn man etwas möchte das noch nicht da ist? Was wenn es körniger klingen soll? Dann versucht es doch einmal mit Distortion!

Fuss the Bazz!

In vielen Stilrichtungen wird der Bass verzerrt. Aber auch wenn Ihr nicht Metal oder Hardcore Musik spielt kann es sehr interessant sein einen Bass durch eine Sättigung zu schicken - auch wenn Ihr ihn anschliessend in den Hintergrund mischt. 

Hört Euch das folgende Beispiel an:

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Lasst uns schliesslich noch versuchen den Bass mit dem DI Signal, Synth und Fuzz zu kombinieren. Ihr hört zwei Takte mit DI Bass, zwei Takte mit DI und Synth und schliesslich zwei Takte mit DI, Synth und Fuzz kombiniert.

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Doch es gibt auch wesentlich offensichtlichere Beispiele wie zum Beispiel 'Hysteria' von Muse wo Bass und Synthesizer perfekt auf einander abgestimmt sind. 

Oder hört Euch die Basslinie der Gorillaz an die mit einem Oktaver gedoppelt wurde: 

Abschliessend noch eines der berühmtesten Bass Riffs aus Michael Jackson's Billie Jean. Hier hören wir einen E-Bass der mit Rhodes und vielleicht sogar einem Synthesizer kombiniert wurde. 

 

Bass Konflikte

Denkt immer daran, dass der Bass und die Kick Drum dieselben Frequenzen teilen und je fetter Ihr den Bass macht desto weniger Platz lasst Ihr für die Kick Drum. Natürlich gibt es da Lösungsansätze mit Side-Chain Kompression doch Ihr müsst entscheiden ob der Bass tiefer oder höher als die Kick Drum ist. 

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