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Der Weg zum optimalen Mix - Teil 1

Ich mix mir einen!

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Nachdem unsere Serie "Mastering zu Hause" so gut angekommen ist habe ich mir gedacht, dass ich dasselbe für Aufnahmen und Mixdowns im Heimstudio zusammenstellen werde.

Als grosser Fan des Christopher Nolan Films 'Memento' habe ich beschlossen Euch durch zeitlich rückwärts durch den Mixing Prozess zu führen. Macht es Euch also bequem denn es wird eine lange aber sehr interessante Reise.

Was ist ein Mix?

Nehmen wir an Ihr habt gerade Euer letztes Meisterwerk fertig aufgenommen und alle Takes entsprechen Euren Vorstellungen. Was geschieht als nächstes? Nun jetzt fangen wir mit dem Mix an. Doch was versteht man eigentlich unter 'einem Mix erstellen'? Nun wir möchten die individuellen Aufnahmen der verschiedenen Instrumente in einer zusammenhängenden Art und Weise kombinieren, dass am Ende eine Stereodatei entsteht die man anschliessend auf die Öffentlichkeit loslassen kann. Natürlich ist dies eher eine grobe Vereinfachung wie folgendes Beispiel uns näher bringen wird...

Wo ist Brian?

Verlassen wir für einen Augenblick das Studio und gehen in die Küche… Um ein Gericht zubereiten zu können benötigt ein Koch die Zutaten, Werkzeuge (Messer, Herd, etc.) und das Rezept. Doch reicht es aus wenn er einfach die Zutaten zusammenmischt? Nein, denn dafür hat er eben das Rezept. Kann man irgendwelche Zutaten verwenden um das Gericht zu kochen? Natürlich nicht - nur gewisse Zutaten führen zum gewünschten Resultat. Andererseits gibt es natürlich für Gerichte nicht nur ein Rezept.

Dasselbe Gericht schmeckt zudem anders wenn Ihr es kocht oder wenn es ein ausgebildeter Koch zubereitet!

Mixage Audio

Was ich damit sagen möchte ist dass man trotz technischer Bewandheit, dem richtigen Rezept, Werkzeugen und Zutaten immer noch kein gutes Resultat garantiert hat. Kochen ist keine exakte Wissenschaft sondern eher eine komplexe Kunstform. Man muss sein Handwerk perfektionieren und die Grundlagen erlernen bevor man sich von gewissen Zwängen befreien darf.

Dasselbe gilt für Mixing. Es ist also nicht genug seine Spuren einfach so abzumischen. Es gibt zwar viele Rezepte, doch es gibt nicht einfach nur ein-für-alles Rezept . Die Qualität Eurer Werkzeuge (DAW, EQ, Reverb, etc.) und deren Beherrschung sind ebenfalls sehr wichtige Faktoren für ein gelungenes Resultat. Musik ist am Ende immer eine Übertragung von Gefühlen und eben dies muss Euch mit einem guten Mixdown gelingen.

Aus diesem Grund werde ich in dieser Serie auch nicht einfach ein paar sterile Rezepte aufzählen oder mich in technischen Details verlieren, sondern versuchen Euch ein paar grundsätzliche Ansätze zu vermitteln die Ihr dann in Eure eigene Arbeit einfliessen lassen könnt.

 

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