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Welche Lautsprecher soll ich kaufen?

Wie man Studiomonitore auswählt

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Die Zeit ist reif für ein neues Pärchen Studiomonitore für das Heimstudio? Aber für welchen sich entscheiden?

Das Budget

Das erste Entscheidungskriterium ist das Budget. Es gibt bereits Lautsprecher für 50 Euro pro Paar, diese sind allerdings keine seriösen Lautsprecher, sondern sollten als Multimedia-Lautsprecher betrachtet werden. Bezahlbare seriöse Angebote fangen bei 100 bis 150 Euro pro Stück an. Wenn Geld nicht so sehr eine Rolle spielt, sollte man über Qualitätslautsprecher (ab 1000 Euro/Paar) nachdenken und nicht an den elementaren Werkzeugen im Heimstudio sparen. Sie ermöglichen schließlich ein objektives Hören – der entscheidende Faktor.

Aktiv oder passiv?

Unsere Empfehlung sind aktive Lautsprecher – also mit integrierten Verstärkern. Dies hat unterschiedliche Gründe. Einfaches Handling: die Verstärker sind im Lautsprechergehäuse untergebracht. Das spart Platz, ein wichtiges Kriterium in den meisten Heimstudios. Ein weiterer Vorteil: die Verstärker sind optimal an die Wandler (Tweeter, Woofer usw.) angepasst. Auch das Verkabeln ist einfacher: man schließt das Audiointerface oder den Mixer mit Standard-Audiokabeln direkt an die Box an.

Die Größe entscheidet

Adam A5

Bei Monitorlautsprechern bedeuten größere Abmessungen nicht unbedingt bessere Qualität. Wenngleich größere Woofer üblicherweise tiefere Frequenzen wiedergeben können, kann ebendiese Eigenschaft in einem kleinen Raum kontraproduktiv sein. Wenn du nur einen kleinen Raum hast, empfehlen wir Monitore mit 5" oder 6,5"-Bässen und bei Bedarf einen Kopfhörer zur Kontrolle der tiefen Frequenzen. Ein Lautsprecher mit 8" oder größeren Woofern braucht einen größeren Raum und größere Abhördistanzen, um seine Stärken voll ausspielen zu können. Wenn das Budget und die Größe des Studios begrenzt sind, sollte es ein kompakter 2-Wege-Lautsprecher sein.

Weitere Details

Einige Monitorlautsprecher bieten die Möglichkeit der Wandmontage. Dies kann in kleinen Räumen sehr nützlich sein. Wenn Du noch Computermonitore mit Bildröhren verwendest, sollte der Lautsprecher magnetisch abgeschirmt sein.

Die Lautsprecher verfügen eventuell über weitere Features wie Lautstärkeregler und/oder Ein-/Ausschalter auf der Vorderseite, Auto-Bypass usw. …

Die Bauart des Hochtöners ist nicht so entscheidend wie man oft annimmt und es gibt gut klingende Tweeter in den gängigen Bauarten Bändchenhochtöner, Kalottenhochtöner oder invertierte Kalotte. Vertrau deinen Ohren (oder den Ohren eines Kollegen), das ist wichtiger als Ausstattung und Technologie.

Die verfügbaren Einstellmöglichkeiten (Filter, EQ) spielen eine wichtige Rolle, wenn der Abhörraum nicht akustisch optimiert wurde: je mehr einstellbar ist, desto besser bekommt man akustische Probleme in den Griff.

Nicht vergessen

Lautsprecherkabel sollten im Budget mit eingeplant werden: XLR- oder TRS-Stereoklinkenkabel für symmetrische Verbindungen oder Cinch-Kabel, wenn das Audiointerface nur über unsymmetrische Ausgänge verfügt. Auch über den Kauf von Schamstoffunterlagen (ab 20 Euro/Paar) oder besser noch Lautsprecherstativen (ab 50 Euro/Paar) sollte nachgedacht werden.

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